Meilenstein für die Zuger Kreislaufwirtschaft: GLP reicht Verfassungsinitiative ein

Meilenstein für die Zuger Kreislaufwirtschaft: GLP reicht Verfassungsinitiative ein

Die GLP Kanton Zug hat 2138 Unterschriften für ihre Verfassungsinitiative für eine Zuger Kreislaufwirtschaft gesammelt und am 18. September 2026 bei der Staatskanzlei eingereicht. Damit ist ein wichtiger Meilenstein erreicht. Die Grünliberalen bedanken sich bei allen Zugerinnen und Zugern, die das Anliegen mit ihrer Unterschrift unterstützt haben.

 

Reparieren statt wegwerfen, Materialien wiederverwenden und Rohstoffe möglichst lange im Kreislauf halten. Mit ihrer Verfassungsinitiative will die GLP Kanton Zug die Kreislaufwirtschaft im Kanton langfristig verankern. Nach einer intensiven Sammelphase sind nun genügend Unterschriften zusammengekommen, um die Initiative einzureichen.

 

Ressourcen schonen und Innovation ermöglichen

Die Kreislaufwirtschaft setzt an, wo unsere lineare Wirtschaft an Grenzen stösst. Produkte und Materialien sollen so gestaltet und hergestellt werden, dass sie möglichst lange genutzt und am Ende ihres Lebenszyklus repariert, wiederverwendet und verwertet werden können. Damit lassen sich nicht nur Abfälle und Umweltbelastungen reduzieren, sondern es ergeben sich auch wirtschaftliche Vorteile. Ein effizienterer Ressourceneinsatz kann für Unternehmen Kosten senken und die Abhängigkeit von Rohstoffimporten verringern. Zudem stärkt die Kreislaufwirtschaft die lokale Wirtschaft, indem sie Anreize für Innovationen und neue Geschäftsmodelle setzt, beispielsweise im Bereich des Recyclings, der Wiederverwendung und der nachhaltigen Produktgestaltung.

 

Deshalb versteht die GLP die Kreislaufwirtschaft nicht nur als Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung, sondern auch als wirtschaftliche Chance für den Kanton Zug. Langlebige und reparierbare Produkte kommen Konsumentinnen und Konsumenten zugute, während Unternehmen von einem effizienteren Materialeinsatz profitieren können.

 

Ein klarer Auftrag für Kanton und Gemeinden

Die Initiative schlägt einen neuen § 13a «Stoffkreisläufe» in der Zuger Kantonsverfassung vor. Kanton und Gemeinden sollen günstige Rahmenbedingungen für einen schonenden Umgang mit Rohstoffen, Materialien und Gütern sowie für die Schliessung von Stoffkreisläufen schaffen. Zudem sollen sie Massnahmen zur Vermeidung von Abfällen sowie zur Wiederverwendung und stofflichen Verwertung von Materialien und Gütern treffen.

 

Für die GLP ist die Verankerung in der Kantonsverfassung entscheidend. Kreislaufwirtschaft ist ein übergreifendes Prinzip, das verschiedene Bereiche von Wirtschaft und Gesellschaft betrifft. Der Kanton und die Gemeinden sollen damit die Grundlage erhalten, um geeignete Rahmenbedingungen zu schaffen. Denkbar sind Wissensvermittlung und Bildung, die Vernetzung von Wirtschaft und Wissenschaft, die Förderung innovativer Pilotprojekte oder kreislauforientiertes Bauen.

 

Damit will die GLP nicht vorschreiben, welche Lösung im Einzelfall die richtige ist, sondern Rahmenbedingungen schaffen, damit Innovation, Wiederverwendung und ein effizienter Umgang mit Ressourcen einfacher werden. Davon profitieren Umwelt, Bevölkerung und die lokale Wirtschaft gleichermassen.

 

Jetzt beginnt die nächste Etappe

Die GLP Kanton Zug hat die gesammelten Unterschriften am 18.09.2026 bei der Staatskanzlei eingereicht. Nach der formellen Prüfung beginnt nun die nächste Etappe auf dem Weg zur Abstimmung.

Die Grünliberalen bedanken sich bei den zahlreichen Unterstützerinnen und Unterstützern sowie bei allen freiwilligen Helferinnen und Helfern, die in den vergangenen Monaten Unterschriften gesammelt und das Anliegen im ganzen Kanton bekannt gemacht haben.

 

 

Für die GLP Kanton Zug

Eliane Wiess, Präsidentin Komitee Kreislaufwirtschaft

Tabea Estermann, Präsidentin GLP Kanton Zug