Die GLP Kanton Zug kann bei den Wahlen 2026 die sechs Sitze im Kantonsrat und den Wähleranteil von 7.5 Prozent halten. Damit bestätigt sie ihr starkes Ergebnis von 2022 und wird auch in den kommenden vier Jahren mit einer sechsköpfigen Fraktion im Kantonsrat vertreten sein. Die Grünliberalen bedanken sich bei den Wählerinnen und Wählern für ihr Vertrauen sowie bei den 60 Kandidierenden und den zahlreichen engagierten Mitgliedern, die den Wahlkampf mit viel Herzblut getragen haben.
«Ich bin unglaublich dankbar. Dass uns so viele Zugerinnen und Zuger ihr Vertrauen schenken, ist alles andere als selbstverständlich», sagt Parteipräsidentin und Wahlkampfleiterin Tabea Estermann. «Dieses Resultat gehört den 60 Menschen, die bereit waren, hinzustehen und ihren Namen auf eine Liste zu setzen, unserem grossartigen Wahlkampfteam und all jenen, die fotografiert, gestaltet, organisiert, geschrieben, diskutiert, Plakate aufgehängt, Flyer verteilt und unzählige Gespräche geführt haben. Und natürlich allen Wählerinnen und Wählern, die uns ihre Stimme gegeben haben.» In einem geopolitischen Umfeld, in dem die SVP zulegt und alle anderen Parteien verlieren, ist die Bestätigung des Resultats vor vier Jahren schon als Erfolg zu werten. Ein besonders grosser Dank geht an Unterägeri, wo Klemens Iten und das Team der GLP Unterägeri mit 10.8% ein grandioses Resultat erzielt und die schwächeren Resultate in anderen Gemeinden kompensiert haben.
Hinter der GLP liegen spannende vier Jahre. 2022 konnte sie ihren Wähleranteil gegenüber 2018 um über 40 Prozent steigern und erstmals in ihrer Geschichte mit einer sechsköpfigen Fraktion in den Kantonsrat einziehen. Seither hat sich die Partei organisatorisch und politisch weiterentwickelt.
Auch ausserhalb des Kantonsrats ist die Partei gewachsen. Im Frühling feierte die GLP mit Gästen aus der lokalen, kantonalen und nationalen Politik ihr 18-jähriges Bestehen im Burgbachsaal. Im September reichte sie mit 2’162 selbst gesammelten Unterschriften erstmals in ihrer Geschichte eine eigene kantonale Volksinitiative ein – die Initiative für eine Zuger Kreislaufwirtschaft.
Mit 60 Kandidierenden aus unterschiedlichen Generationen, Berufen und Gemeinden trat die GLP bei diesen Wahlen zudem mit so vielen Menschen an wie noch nie. Auch in den Wahlkampf investierte die Partei mit rund 120’000 Franken so viel wie noch nie. Die Kampagne wurde zu grossen Teilen von den eigenen Mitgliedern entwickelt und umgesetzt.
«Das Schönste an diesem Wahlkampf war für mich, wie viele Menschen mitgedacht und angepackt haben», sagt Estermann. «Politik lebt nicht von ein paar Köpfen auf Plakaten, sondern von Menschen, die bereit sind, Zeit und Energie zu investieren, weil ihnen die Zukunft ihres Kantons nicht egal ist. Ihnen allen gilt heute mein grösster Dank.»
Das Wahlergebnis wertet die GLP als Bestätigung ihrer Arbeit der vergangenen vier Jahre, aber nicht als Grund, sich zurückzulehnen. «Wir haben immer gesagt, dass wir Probleme nicht einfach bewirtschaften, sondern lösen wollen. Wir suchen Kompromisse, arbeiten uns tief in Themen ein und versuchen, Lösungen zu finden, die auch in der Praxis funktionieren», sagt Estermann. «Dass uns dafür zusätzliche Menschen ihr Vertrauen schenken, freut mich enorm.»
Gleichzeitig sieht Estermann auch Verbesserungspotenzial: «Wir Grünliberalen neigen manchmal dazu, sehr technokratisch zu argumentieren. Wir lieben Zahlen, Fakten und differenzierte Lösungen – und vergessen dabei vielleicht gelegentlich, dass eine gute Idee auch einfach erklärt werden können muss.»
Genau das habe die Partei im diesjährigen Wahlkampf bewusst versucht. Mit einfachen Sujets wie «Bauen statt Bürokratie», «Stadtbahn statt Blechlawine», «Moderne statt Mittelalter», «Vernetzung statt Abschottung» oder «Zuger Wind statt Golf-Energie» habe die GLP komplexe politische Anliegen auf einen verständlichen Kern heruntergebrochen.
«Das war für uns ein Lernprozess – und damit sind wir noch lange nicht fertig», sagt Estermann. «Wir wollen unsere Politik nicht vereinfachen, indem wir die Lösungen vereinfachen. Aber wir müssen komplexe Lösungen so erklären können, dass verständlich wird, was sie konkret für die Menschen bringen. Daran müssen wir stetig weiterarbeiten.»
Die GLP gratuliert allen Gewählten – über die Parteigrenzen hinweg – und dankt insbesondere auch jenen eigenen Kandidierenden, für die es dieses Mal nicht für ein Mandat gereicht hat. «Eine Partei besteht nicht nur aus ihren Gewählten. Jede Kandidatur, jedes Gespräch und jede helfende Hand hat zu diesem Resultat beigetragen.»
Für die kommenden vier Jahre will die GLP ihre konstruktive Rolle im Kantonsrat weiterführen. Im Zentrum stehen mehr Wohnraum, eine moderne und effiziente Verwaltung, eine zukunftsfähige Mobilität, eine offene und innovative Wirtschaft sowie eine sichere und unabhängige Energieversorgung.
«Wir nehmen dieses Resultat mit grosser Freude, aber auch mit Respekt entgegen», sagt Estermann. «Die Wählerinnen und Wähler haben uns zusätzliches Vertrauen geschenkt. Jetzt liegt es an uns, dieses Vertrauen mit guter Arbeit zurückzugeben. Wir bleiben neugierig, konstruktiv und bereit, mit allen zusammenzuarbeiten, die den Kanton Zug vorwärtsbringen wollen.»
Politik, die funktioniert – dafür werden wir uns auch in den nächsten vier Jahren mit voller Energie einsetzen.